Da jeder der vier Reifen je nach Streckenführung und Strecken- bzw. Bodentemperatur unterschiedlich beansprucht wird, entwickeln sich auch die Warmdrücke in jedem Reifen unterschiedlich.Parallel zum Druckanstieg steigt die Reibungsarbeit des Reifens. Deshalb sind die Luftdrücke in der Abstimmungsphase für jeden Reifen individuell zu ermitteln.

Der Warmdruck steigt logischerweise analog zu den zurückgelegten Runden. So sollte in einem kurzen Zeittraining ein höherer Kaltdruck als im Rennen gewählt werden.

Bei zu niedrigem Druck erlangt der Reifen das richtige Grip-Niveau erst sehr spät oder auch gar nicht. Bei zu hohem Druck kann es auf der dann relativ kleinen Kontaktfläche zur Überhitzung kommen. Was folgt, sind Grip-Verlust und hoher Verschleiß.

Bitte entnehmen Sie zur Erstabstimmung unsere empfohlenen Kalt-Luftdrücke für Ihre BEBA Kartreifen. Diese finden Sie auf den einzelnen Produktseiten.

Die weitere Reifenabstimmung sollte so gewählt werden, dass eine Laufflächentemperatur zwischen 60° und 80° C erreicht wird, um die Materialeigenschaften optimal einzusetzen.

Einflussfaktoren auf das Abriebbild:
- Streckenführung
- Asphalttemperatur
- Fahrstil
- Chassis
- Luftdruck
- Materialbeschaffenheit

Hinweise zum Reifen Set up

Reifen im Allgemeinen und insbesondere Rennsportreifen erfüllen eine hochkomplexe Aufgabe:
Als einziger Kontakt zwischen Fahrzeug und Fahrbahn
müssen sie für eine einwandfreie Kraftübertragung sorgen.

Speziell bei Kartreifen muss dabei ein fachspezifisches
Zusammenspiel zwischen Material, konstruktionsmerkmalen, der Betriebstemperatur und dem Kraftschluß (Grip) zwischen Vorder, - und Hinterachse abgestimmt werden.

Stimmen alle Parameter überein (optimales Set up)
Ergibt sich ein gleichmäßiges Laufflächen, - bzw. Abriebbild.

Bevor Korrekturen an Sturz, und/oder Spurweite vorgenommen werden, sollten evtl. Unregelmäßigkeiten nach Möglichkeit mittels Luftdruckkorrekturen eingestellt und behoben werden.

Erfahrungsgemäß sollte die Vorderachse nicht zu stark
belastet werden.

Der Kaltdruck wird am kalten ungefahrenen Reifen an allen vier Rädern auf einen Basiswert eingestellt, der ungefähr 0,2 bar unter dem so genannten Warmdruck liegt. Nach einigen Runden schneller Fahrt wird umgehend der Warmdruck an jedem einzelnen Reifen gemessen.